Die grosse Sehnsucht

2. – 9. Februar 2020

«Nach innen geht der geheimnisvolle Weg»
schreibt Novalis und meint damit die romantische Suche nach dem eigenen Ich. Es ist der zeitlose Stoff, aus dem wir alle gemacht sind und der in Märchen und Sagen erlebbar wird: Träume, Wünsche, Ängste, vor allem aber die Sehnsucht nach Liebe, Verbundenheit und persönlicher Erfüllung.

18 Künstlerinnen und Künstler, 12 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen den grossen Fragen und Geschichten der Romantik nach.

Erleben Sie mit uns die Geschichte hinter den Geschichten.

Spielplan

Folgt in Kürze…

Wer?

Folgt in Kürze…

Was?

Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnißvolles Ansehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es… (Novalis)

Ein vielfältiges Programm aus Erzählungen und Vorträgen, Theater, Musik, Führungen und Ausstellungen erwartet die Zuschauer bei den 3. «Sagen- und Märchentagen Chur»:

18 Künstlerinnen und Künstler und 12 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen gehen auf ganz unterschiedliche Art und Weise Geschichten, Fragen und Erkenntnisse der Romantik nach. Geschichten und Fragen, die uns bis heute begleiten und deren Geist von Erzählungen, Sagen und Märchen weitergetragen wird.

Romantik – Die grosse Sehnsucht

Die Romantiker sind die "Jungen Wilden" des 19. Jahrhunderts. Sie wussten, dass, mit dem rein zweckgebundenen Verstand die Harmonie zwischen Gefühl, Verstand und Gesellschaft langfristig nicht möglich ist. Sie wollten eine neue Literatur und ein anderes Leben, ohne intellektuelle Trennungen, voll Poesie und unbegrenzter Möglichkeiten. Eine Poesie, welche die Wunden heilt, die der Verstand schlägt. (Novalis) Gedanklich sind Schelling, Schlegel, Novalis & Co. dabei ihrer Zeit voraus. Sie philosophierten und bauten neueste naturwissenschaftliche Erkenntnisse aus Physik, Chemie, Mathematik, Magnetismus und Elektrizität in ihre Überlegungen ein. Sie waren damit moderne Denker von heute, die ein Brücke zwischen den Disziplinen schlugen.

Die Suche nach der Einheit und Verschmelzung zwischen Natur und Geist ist ein grundlegendes Charakterkriterium der Romantik. Man sehnte sich nach Dingen, welche zur Entgrenzung führen - nach Traum- und Rauschwelten, Wunderglauben, Übersinnlichem, nach fremden Ländern und Kulturen. Die Romantiker spürten den inneren Geheimnissen nach, wobei die schwarze Romantik durch die Betrachtung der Nachtseiten der menschlichen Seele die Literatur auf ihre Weise bereichern wollte. Träume, Schlafwandel, Doppelgängerei - Themen der späteren Tiefenpsychologie - wurden dichterisch erfasst. Der moderne Alpinismus findet sich in der Romantik begründet und allerlei Wortschöpfungen, wie Briefträger, Doppelgänger oder Weltschmerz, wurden geboren. 

Märchen und Romantik

In der gesamten Literatur der Romantik gab es zudem auch die Vorliebe für Volksdichtungen.

Da zu den ältesten Volksdichtungen Märchen, Lieder und Sagen gehören, beschäftigten sich einige romantische Dichter genau damit, schrieben Kunstmärchen oder widmeten sich dem Sammeln von Volksmärchen. Das Märchen wird zum Ideal ihrer Dichtung und schließlich zur romantischen Dichtungsgattung an sich.

In ihrem Kern ist die Romantik ein Sammelbecken des Entgegengesetzten, Unausgewogenen und Brüchigen und ist dadurch die Wiege unseres modernen Denkens. Den Riss zwischen den Menschen, zwischen Vernunft und Gefühl galt es aus Sicht der Romantiker zu heilen. Heute würde man einen tieferen Wunsch nach Heilung der Weltzerrissenheit wohl nicht mehr als romantisch ansehen, dennoch stehen wir vor Aufgaben, die diesem Wunsch gleichkommen würden.

Längst sprechen Philosophen von der „Romantik 2.0“. Aber, ist sie ein echter Bewusstseinswandel? Eine Kritik an Wachstumsideologie und virtueller Gegenwart? 

Vielleicht finden wir bei den 3. "Sagen- und Märchentagen Chur" gemeinsam die eine oder andere Antwort. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

Wo?

Theater Chur

Theaterplatz
7000 Chur


Bündner Naturmuseum

Masanserstrasse 31
7000 Chur


Kantonsbibliothek

Karlihofplatz
7001 Chur


Stadtbibliothek

Grabenstrasse 28
7000 Chur


Rätisches Museum

Hofstrasse 1
7000 Chur


Fachhochschule Graubünden

Pulvermühlestrasse 57
7000 Chur


Forum Würth Chur

Aspermontstrasse 1
7004 Chur


Werkstatt

Untere Gasse 9
7000 Chur


Bündner Kunstmuseum

Bahnhofstrasse 35
7000 Chur


Innenstadt Chur

Innenstadt
7000 Chur


Chur

Am noch jungen Alpenrhein liegt die unscheinbare Stadt Chur, die sich bei genauerem Hinsehen als äusserst geschichts- und sagenträchtiger Ort entpuppt. Mit einer Siedlungsgeschichte von über 5000 Jahren die älteste Stadt der Eidgenossenschaft, ist Chur zugleich Bischofssitz und kulturelles Zentrum Graubündens. Die malerische Altstadt wurde in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich restauriert und ist heute praktisch zur Gänze verkehrsfrei. Über der Altstadt thront der Bischöfliche Hof mit der 800 Jahre alten Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt. Umrahmt wird die Stadt von einer faszinierenden Berglandschaft mit den prägenden Hausbergen Calanda, Dreibündenstein und Montalin. Zahlreiche Sagen ranken sich um die Alpenstadt und ihre Umgebung, wie z.B. jene vom Scaläratobel. Als Hauptort Graubündens ist Chur dreisprachig und nebst Deutsch sprechen nach wie vor zahlreiche Einwohner auch Italienisch und Romanisch. Auch wenn die Umgebung viel Abwechslung bietet schätzen die Einheimischen und Gäste das reichhaltige kulturelle Angebot der Alpenstadt. Die Sagen & Märchentage Chur bilden seit 2017 einen neuen Anlass, welcher ausgezeichnet zur Stadt Chur, der Umgebung und ihrer Geschichte passt.

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Medien

Sagen- und Märchentage Chur 2017


Schätze der Vergangenheit und eine, die sich darin auskennt


Ganz im Zeichen von alten Erzählungen stand an diesem Wochenende die Kantonshauptstadt. Zum ersten Mal fanden die «Alpensagen- und Märchentage Chur» statt. Den Schweizer Märchenpreis 2017 erhielt Ursula Brunold-Bigler.


Bündner Tagblatt, 25. September 2017

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Kunterbunt für Jung und Alt


In Chur gingen die ersten mit Spannung erwarteten Alpensagen- und Märchentage über die Bühne. Eine Bereicherung für alle Teilnehmer. 


Südostschweiz, 25. September 2017

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Veranstalter

Alexandra Furler-Seefisch

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Alexandra Furler-Seefisch

Aufgewachsen in Frankfurt am Main, studierte Alexandra Furler-Seefisch Schauspiel und Gesang an der „Bayerischen Theaterakademie August Everding“ in München.

Seit 2011 lebt sie fest in der Schweiz und ist mit dem Schweizer Produzenten und Veranstalter Michael Furler verheiratet. In der familieneigenen Produktionsfirma „Furler Productions“ ist sie für die inhaltliche Konzeptionierung mitverantwortlich und ist als Projektassistentin für die Umsetzung des Nationalen Wandertages tätig. Von 2016 bis 2018 hat sie berufsbegleitend das Masterstudium Kulturmanagement an der ZHAW in Winterthur absolviert, welches sie im Februar 2018 mit dem Master of Arts Management erfolgreich abgeschlossen hat.

Alexandra Furler-Seefisch ist Ideengeberin und Initiantin der „Alpensagen- und Märchentage Chur“, die im Jahr 2017 erstmalig in Chur stattfanden. Für die weiterführenden „Sagen- und Märchentage Chur“ ist sie als künstlerische Leiterin verantwortlich, für die Konzeptionierung und Programmgestaltung sowie deren Realisierung.

Gemeinsam mit ihrem Mann hat Alexandra Furler die Söhne Leonard und Laurin, und lebt zusammen mit ihrer Familie im Zürcher Oberland.

www.alexandra-seefisch.de

www.furlerproductions.ch


Michael Furler

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Michael Furler

Als Geschäftsführer von Furler Productions verfügt Michael Furler über langjährige Erfahrung in der Vermarktung und Produktion von Kultur- und Sportanlässen jeglicher Grössenordnung im In- und Ausland. Er war u.a. verantwortlich für die Event-Programmgestaltung der Expo 02. oder die Produktion von "Heidi - das Musical" auf der Walenseebühne. In der Schweiz zählt Furler Productions seit über 20 Jahren zu den führenden Anbietern hochstehender Kulturanlässe im Bereich der Familienunterhaltung, wie etwa das Geschichten und Märchenfestival «Klapperlapapp» oder der «Nationale Wandertag der Schweizer Familie». Zu den langjährigen Partnern von Furler Productions zählen einige der bekanntesten Tourismusregionen der Schweiz, die Tamedia AG, die Berner Kantonalbank, das Schweizerische Landesmuseum, Museum Aargau oder die Stadt Chur.

www.furlerproductions.ch


VERANSTALTER
Verein Sagen- und Märchentage
Jonastrasse 17c
8636 Wald
Tel: 0041 55 535 64 72


KÜNSTLERISCHE LEITUNG UND PROGRAMMIERUNG 
Alexandra Furler-Seefisch
Email: aseefisch@aol.com


MARKETING UND KOMMUNIKATION
Michael Furler
Email: michael.furler@furlerproductions.ch

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